Nds. Kultusministerium klar

Globales Lernen an niedersächsischen Schulen

Hintergrund

Der eigentliche Begriff Globales Lernen etabliert sich seit Beginn der 1990er Jahre. Im deutschsprachigen Raum waren Begriffe, die sich für internationale Erziehung entwickelten, Dritte-Welt-Pädagogik und Entwicklungspädagogik.

Im Globalen Lernen liegt der Schwerpunkt auf einer globalen Gerechtigkeit, die mit einer nachhaltigen Entwicklung verknüpft ist. Hintergrund für dieses Anliegen ist der Begriff der Globalisierung mit seinen multidimensionalen Prozessen. Hieraus erwachsen Herausforderungen, die an die einzelnen (Welt-)Bürgerinnen und Bürger herangetragen werden. Es gibt kein Leben ohne die komplexen Auswirkungen des globalen Bezuges. Selbstbestimmung und Partizipation sind nur für diejenigen möglich, die mit globalen Zusammenhängen in ihrem Leben umzugehen wissen. Gleichzeitig müssen Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, die Globalisierung als Prozess kritisch reflektieren zu können. Schülerinnen und Schüler müssen eine Vorstellung davon haben, wie die Welt aussehen soll, in der sie leben wollen.

Für die Umsetzung in Niedersachsen spielen zum einen der 2015 erweiterte Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung der KMK, zum anderen die Entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes Niedersachen eine bedeutende Rolle.

Tandems für Engagement. Welt - Flucht - Sichtwechsel

Im Frühjahr 2017 startete in Niedersachsen das neue Projekt „Tandems für Engagement. Welt – Flucht – Sichtwechsel“ zur Umsetzung des KMK-Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung.

Im Rahmen des Projekts bieten nun in zunächst 4 Regionen in Niedersachsen junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren mit und ohne Fluchthintergrund im Tandem kostenlose Workshops zum Thema „Flucht und weltweite Migration“ in Schulen an.

Darin geht es um Fragen wie: Warum flüchten Menschen? Wie ist ihre Situation – während der Flucht und nach ihrer Ankunft in Deutschland? Wie möchten wir gemeinsam leben? Welche gemeinsamen Träume, Wünsche, Erwartungen und Ziele haben wir? Was können wir tun, um sie zu erreichen?

Die Workshops werden von den Tandems selbst entwickelt. Dabei werden sie von lokalen Teams aus geschulten Lehrkräften und Nichtregierungsorganisationen vorbereitet, beraten und unterstützt und nehmen an überregionalen Qualifizierungsseminaren teil.

Mit den Workshops wollen sie Schülerinnen und Schüler motivieren, hinzuschauen, Fragen zu stellen, auf andere zuzugehen und sich für eine gerechte Gesellschaft und ein faires Miteinander zu engagieren. Bis zum Ende des Projekts werden 250 Workshops in Schulen stattgefunden haben.

Das Projekt „Tandems für Engagement. Welt – Flucht – Sichtwechsel“ möchte Schulen bei der Umsetzung des KMK-Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung unterstützen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beteiligung von geflüchteten und nicht-geflüchteten Schülerinnen und Schüler im Schulalltag, die Erprobung und Weiterentwicklung des Peer-Ansatzes sowie der Ausbau von Kooperationen zwischen Schulen und Nichtregierungsorganisationen. Die Erfahrungen, Umsetzungsideen und im Rahmen des Projekts erstellten Materialien werden gesammelt und allen Schulen in Niedersachsen zur Verfügung gestellt.

In den Zeiträumen 11/2017 – 03/2018 und 08/2018 – 12/2018 kommen die Tandems gerne an Ihre Schule, um mit Schülerinnen und Schülern Workshops durchzuführen. Die Workshops sind kostenlos.

Wenn Sie Interesse haben, nehmen Sie bitte Kontakt auf zum Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen VNB e.V. / Projektbüro UmWELTBildung

Wiebke Mura, Hausmannstr. 9-10, 30159 Hannover, 0511-1640343, wiebke.mura@vnb.de.




Das Projekt wird gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des BMZ und wurde im Rahmen der Länderinitiativen zur Umsetzung der Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung erstellt.

Niedersachsen ist für den Inhalt alleine verantwortlich. Der Inhalt spiegelt nicht die Ansichten des BMZ wider.


 
 
Schule gestaltet globakisierung
Links zu zivilgesellschaftlichen Partnern

Es bestehen vielfältige Möglichkeiten, sich bei der Umsetzung Globalen Lernens unterstützen zu lassen. Hier finden Sie ein paar Beispiele und Wege zu zivilgesellschaftlichen Partnern.

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