Nds. Kultusministerium klar

Europäische Bildungszusammenarbeit

Das Ziel der Europäischen Union und seiner Mitgliedstaaten ist die Entwicklung einer qualitativ hoch stehenden Bildung. Entscheidend dabei ist allerdings, dass jeder Mitgliedstaat für die Gestaltung seiner Bildungs- und Ausbildungspolitik selbst verantwortlich ist. Dieses Ziel ist im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) in Artikel 165 für die allgemeine und in Artikel 166 für die berufliche Bildung geregelt.

Als Ziele für diese Unterstützung der nationalen Bildungspolitiken nennt der Vertrag u.a. die Entwicklung der europäischen Dimension im Bildungswesen durch Erlernen und Verbreitung der Sprachen der Mitgliedstaaten, die Förderung der Mobilität von Lernenden und Lehrenden sowie die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen und im Berufsbildungsbereich auch der Unternehmen.

Wichtige Instrumente der Zusammenarbeit sind u.a. der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR), das Leistungspunktesystem in der beruflichen Bildung (ECVET) sowie die Stärkung des Informations- und Erfahrungsaustausches zwischen den Mitgliedstaaten.

Die aktuelle EU-Strategie für Beschäftigung, Wachstum und Investitionen „Europa 2020" enthält in Bezug auf die Bildung ein zweifaches Kernziel, nämlich zum einen die Schulabbrecherquote auf unter 10% zu senken und zum anderen dafür zu sorgen, dass mindestens 40% der 30- bis 34-Jährigen einen Hochschul- oder gleichwertigen Bildungsabschluss erwerben. Der „Strategische Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung" (ET 2020) unterstützt mit seiner Zielsetzung die EU-Strategie „Europa 2020".


Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Andreas Markurth

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