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Inklusion an den berufsbildenden Schulen und in der dualen Ausbildung

Von der inklusiven Neuausrichtung der berufsbildenden Schulen sind nicht nur die Schulen, die Schulverwaltung und die Schulträger betroffen. Vielmehr sind in der dualen Ausbildung und in den dualisierten Formen der Berufsorientierung und -vorbereitung Betriebe und Ausbilder unmittelbare Partner. Von diesen Partnern hängt das Gelingen in starkem Maße ab. Auch sie müssen sich in diesem Prozess neu orientieren, benötigen Informationen, Beratung und Unterstützung.

Um den beteiligten Akteuren bei der Bewältigung dieser Aufgabe zu helfen, sind im Bereich der beruflichen Bildung folgende Maßnahmen initiiert:

Handreichung: „Handlungsoptionen für die inklusive Berufsbildende Schule“

Speziell für die Schulleitungen der BBS ist zwischenzeitlich eine Handreichung erstellt worden „Handlungsoptionen für die inklusive Berufsbildende Schule“. Die Handreichung soll die berufsbildenden Schulen in Niedersachsen darin unterstützen, den Prozess für alle Beteiligten erfolgreich zu gestalten und den besonderen Anforderungen einer inklusiven Berufsbildung Rechnung zu tragen.

Aufgrund der umfangreichen Informationen zum Thema „Inklusion“, der Aktualität des Themas und der Vorläufigkeit mancher Erfahrungen sind diese Handreichungen so konzipiert, dass sie jederzeit erweitert werden können. Die Handreichungen und weitere Unterlagen sind zwischenzeitlich im Rahmen von flächendeckenden Workshops den Schulen persönlich ausgehändigt worden.

Qualifizierungsoffensive „Inklusive BBS“

Diese Qualifizierungsoffensive richtet sich an alle öffentlichen berufsbildenden Schulen. In einer ersten Veranstaltungsreihe sind zwei Personen je BBS qualifiziert worden, davon eine Person aus der Schulleitung. Bei 135 BBS sind somit bereits ca. 270 Personen einbezogen. Wobei es nicht darum ging, diese Lehrkräfte für einen inklusiven Unterrichtseinsatz zu qualifizieren, sondern darum sie zu befähigen Inklusion zu organisieren und Fragen zu beantworten, die sich im Umfeld einer inklusiven Beschulung ergeben.

Im Rahmen einer zweiten Veranstaltungsreihe wurden im Herbst 2017 flächendeckend Workshops durchgeführt, in denen die oben genannte Handreichung erläutert und ausgehändigt wurde.

Weitere Veranstaltungen sind in Vorbereitung. Die Zielgruppe dieser Fortbildungen ist nicht mehr die Schulleitung, sondern die im Unterricht tätigen Lehrkräfte.

„Chefsache Inklusion“

(Initiative der IHK, HWK, LWK, Arbeitsverwaltung und MK zur inklusiven Gestaltung des Übergangs Schule – Beruf)

Die inklusive Gestaltung des Übergangs Schule-Beruf kann nur erfolgreich sein, wenn auch der Arbeitsmarkt bzw. die Arbeitgeber Möglichkeiten finden, junge Menschen mit Handicap zu beschäftigen. Vorrangiges Ziel der Initiative ist daher die Information und Aktivierung von Betrieben, damit sich diese bei der inklusiven Gestaltung des Übergangs Schule-Beruf einbringen.

Da erfahrungsgemäß Vertreter von Klein- und Mittelbetrieben wenig geneigt sind, zentrale Tagungen zu besuchen, muss eine solche Information regional und ortsnah erfolgen. Dieses soll im Rahmen von regionalen Veranstaltungen erfolgen. Organisiert und durchgeführt werden diese Veranstaltungen durch regionale Teams, in denen die einzelnen Kammern, die örtliche Arbeitsverwaltung und die Berufsbildende Schule mitwirken. Die Initiative „Chefsache Inklusion“ moderiert diese Netzwerke.

Die Initiative wird getragen von den niedersächsischen Handwerkskammern, den niedersächsischen Industrie- und Handelskammern, dem Niedersächsischen Kultusministerium und der Regionaldirektion Niedersachsen. Weitere Partner der Initiative sind die Schulverwaltung, die Integrationsdienste, die Reha-Beratung, die Behindertenorganisationen und Interessensverbände.

Das Projekt startete im Herbst 2014 und wird fortgesetzt.


 
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