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Sprachbildung und Sprachförderung

Mit der gesetzlichen Verankerung der alltagsintegrierten Sprachbildung und Sprachförderung als Bildungsauftrag der Kindertageseinrichtungen (vgl. §§ 2 und 3 Abs. 1 und 2 KiTaG) ist jede Kita in Niedersachsen verpflichtet, die Sprachentwicklung jedes Kindes zu beobachten, zu dokumentieren und die „Kommunikation, Interaktion und die Entwicklung von Sprachkompetenz kontinuierlich und alltagsintegriert zu fördern“ (vgl. § 2 Abs. 2 Nr. 2 KiTaG).

Spätestens zu Beginn des letzten Kindergartenjahres ist für Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung die Sprachkompetenz zu erfassen und ein Entwicklungsgespräch darüber mit den Erziehungsberechtigten zu führen sowie bei festgestellten besonderen Sprachförderbedarfen eine individuelle und differenzierte Förderung auf Grundlage des pädagogischen Konzepts durch die Kita-Fachkräfte vorzunehmen. Ein weiteres Entwicklungsgespräch hat zum Ende des Kindergartenjahres vor der Einschulung mit den Erziehungsberechtigten unter Beteiligung der aufnehmenden Grundschule stattzufinden (vgl. § 3 Abs. 1 und 2 KiTaG).

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Umsetzung des Bildungsauftrags Sprachbildung und Sprachförderung finden Sie hier.

Besondere Finanzhilfe

Für die Sprachbildung und Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen stellt das Land zukünftig pro Kindergartenjahr über die besondere Finanzhilfe gemäß § 18 a KiTaG 32,5 Millionen € zur Verfügung.

Auf Basis eines zwischen dem örtlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe und allen Trägern von Tageseinrichtungen seines Zuständigkeitsbereiches gemeinsam vereinbarten „Regionalen Sprachförderkonzeptes“ kann über die besondere Finanzhilfe zusätzliches pädagogisches Fachpersonal eingestellt bzw. die Verfügungs- und Leitungszeiten vorhandener Fachkräfte aufgestockt werden. Daneben können die Mittel auch für die Qualifizierung von Kräften in Kindertageseinrichtungen sowie für Fachberatung verwendet werden. Die besondere Finanzhilfe wird auf Antrag des örtlichen Trägers jeweils für ein Kindergartenjahr gewährt, steht aber grundsätzlich dauerhaft zur Verfügung.

Das „Regionale Sprachförderkonzept“ hat die Handlungsempfehlungen des Kultusministeriums zum Orientierungsplan für Bildung und Erziehung niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder zu Sprachbildung und Sprachförderung zu berücksichtigen (vgl. § 7 Abs. 1 S. 2 2. DVO KiTaG). Zur Orientierung steht ein Leitfaden zur Verfügung.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur besonderen Finanzhilfe finden Sie in der FAQ-Liste . Weitere Infos zur Antragstellung der besonderen Finanzhilfe finden Sie hier.

Vorschulische Sprachförderung der Kinder, die keine Kita besuchen

Bei den Kindern, die im letzten Jahr vor der Einschulung keinen Kindergarten besuchen, führen die Schulen weiterhin im Rahmen der Schulanmeldung ein Sprachstandsfeststellungsverfahren durch. Die Förderung der Kinder, bei denen die Grundschule im Rahmen der Schulanmeldung einen besonderen Sprachförderbedarf feststellt und die keinen Kindergarten besuchen, erfolgt auch zukünftig durch Grundschullehrkräfte. Weitere Informationen finden Sie hier.

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