Nds. Kultusministerium klar

Gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung im Alter bis zur Einschulung in Kindertagesstätten und Kleinen Kindertagesstätten

Kinder mit Behinderung sollen gem. § 3 Abs. 6 des Gesetzes über Tageseinrichtungen für Kinder (KiTaG) nach Möglichkeit in einer ortsnahen Kindertagesstätte gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung in einer Gruppe betreut werden. Dies kann im Rahmen einer integrativen Gruppe, in der mehrere Kinder mit Behinderung gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung betreut werden, aber auch im Rahmen einer Einzelintegration als einziges Kind mit Behinderung in einer Gruppe erfolgen.

Die 2. Durchführungsverordnung zum KiTaG (2. DVO-KiTaG) enthält die rechtlichen Regelungen für die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung
im Alter bis zur Einschulung in Kindertagesstätten und Kleinen Kindertagesstätten.

Kinder mit Behinderung erhalten Leistungen der Eingliederungshilfe insbesondere in Form von heilpädagogischen Leistungen nach dem SGB XII (Sozialgesetzbuch - 12. Buch) in Verbindung mit dem SGB IX (Sozialgesetzbuch - 9. Buch).

Die Leistungen der Eingliederungshilfe für Kinder mit Behinderung im Alter von unter drei Jahren ergeben sich aus dem Rundschreiben des Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie Nr. 2/2012 vom 12.06.2012, das nebenstehend eingestellt ist. Die Pauschalen zur Gesamtvergütung pro Kind und Monat ändern sich jeweils zum Beginn eines Kalenderjahres. Die aktuelle Höhe der Gesamtvergütung und weitere Informationen können unter www.soziales.niedersachsen.de abgerufen werden.

Für Kinder in Alter von drei Jahren bis zur Einschulung erfolgt die Pauschalierung von Personal- und Sachkosten auf der Grundlage von § 1 der Verordnung zur Durchführung des Niedersächsischen Gesetzes zur Ausführung des Zwölften Buchs des Sozialgesetzbuches (DVO Nds. AG SGB XII). Der Abschluss einer Leistungs-, Prüfungs- und Vergütungsvereinbarung ist hier nicht erforderlich.

Träger und Einrichtungen, die Kinder mit Behinderung im Alter bis zur Einschulung aufnehmen wollen, erhalten zum Antragsverfahren nähere Informationen im nebenstehenden Merkblatt.


zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln