Nds. Kultusministerium klar

Rahmenplan berufsbegleitende Langzeitfortbildung für die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung in Kindertagesstätten

Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006 verlangt, das Recht auf Bildung für Menschen mit Behinderungen in einem inklusiven Bildungssystem zu gewährleisten.

Das Land Niedersachsen stellt sich dieser Herausforderung seit Jahren kontinuierlich. Für Kinder existieren seit Inkrafttreten des Gesetzes über Tageseinrichtungen für Kinder im Jahr 1993 Regelungen über die Rahmenbedingungen und zur Finanzierung von integrativen Gruppen im Kindergarten, in denen Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam betreut werden.

Im Kindergartenjahr 2014/2015 wurden in Niedersachsen insgesamt über 5.000 Kinder mit einer Behinderung in rund 1.500 integrativen Gruppen betreut. Im Vorfeld der Einführung des Rechtsanspruchs auf Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege für Kinder unter drei Jahren zum 01.08.2013 wurden die für eine gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung in Kindertagesstätten benötigten Rahmenbedingungen zunächst in einem landesweiten Modellvorhaben erprobt und im Anschluss in der 2. DVO zum KiTaG verstetigt. Damit sind auch die Voraussetzungen für eine gemeinsame Bildung, Erziehung und Betreuung der Allerkleinsten verlässlich geregelt. Das Land Niedersachsen und auch die niedersächsischen Kommunen wenden erhebliche Finanzmittel auf, um die kontinuierlich wachsende Anzahl dieser Gruppen in Kindertagesstätten mitzufinanzieren.
Bewährte und verlässliche Partner sind dabei neben den öffentlichen auch die freien Träger der Jugendhilfe und der Sozialhilfe, die sich verantwortungsvoll und mit viel
Engagement der Integration von Kindern mit Behinderungen annehmen.

Ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor für die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung ist die Bereitstellung von pädagogischen Fachkräften, die für diese anspruchsvolle Aufgabe ausreichend qualifiziert sind. Das Land hat insgesamt 1,7 Mio. Euro für die Qualifizierung von fast 800 Erzieherinnen und Erziehern zur Verfügung gestellt, die nach erfolgreichem Abschluss der 260 Stunden umfassenden Maßnahme für die heilpädagogische Tätigkeit in Tageseinrichtungen für Kinder qualifiziert sind.

Die Träger der Erwachsenenbildung in Niedersachsen leisten zu dieser Qualifizierung einen wesentlichen Beitrag. Sie bieten seit Jahren regelmäßig und flächendeckend eine mit dem Kultusministerium abgestimmte berufsbegleitende Langzeitfortbildung an.

Der vorliegende Rahmenplan für die Durchführung der Langzeitfortbildung entspricht einer kompetenzorientierten Überarbeitung des Curriculums für die Altersstufe von 0 - 10 Jahren und beinhaltet aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft sowie umfangreiche Literaturhinweise für die Dozentinnen und Dozenten.

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