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Niedersachsens Schulen haben mehr Stärken als Schwächen – Abschlussbericht der Schulinspektion 2006 - 2012 vorgestellt

Mehr als 3000 durchgeführte Inspektionen belegen, dass Niedersachsens Schulen insgesamt mehr Stärken als Schwächen aufweisen. Das geht aus dem Abschlussbericht des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) zur Schulinspektion in den Jahren 2006 bis 2012 hervor. 93 Prozent aller Schulen haben in der Erstinspektion die grundlegenden Anforderungen an Schulqualität erfüllt. „Das zeigt, dass die weit überwiegende Zahl der Schulen in Niedersachsen ihre Aufgabe gut umsetzt und den Schülerinnen und Schülern ein qualitativ hochwertiges Bildungsangebot macht“, sagte NLQ-Präsident Wulf Homeier, nach der (heutigen) Vorstellung des Abschlussberichtes im Kultusausschuss des Niedersächsischen Landtags.

Als besondere Stärken niedersächsischer Schulen gelten laut Bericht das Unterrichts- und Schulklima sowie der wertschätzende Umgang miteinander. In 99 Prozent der Schulen herrscht nach Angaben der im Rahmen der Inspektion befragten Eltern und Schülergruppen ein respektvoller und freundlicher Umgang zwischen den Beteiligten und die Schülerinnen und Schüler fühlten sich sicher und wohl. Auch Schulleiterinnen und Schulleiter wurden positiv bewertet: 93 Prozent der Inspektionen bestätigen ihnen in ihrem Verhalten Vorbild für die Werte und pädagogischen Grundsätze der Schule zu sein. Verbesserungspotential sehen die Schulinspektoren etwa in Hinblick auf die Selbständigkeitsförderung und die Differenzierung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht. In nur 55 Prozent der Unterrichtsbeobachtungen wurde selbständiges Lernen von den Lehrkräften in hinreichender Qualität befördert, so das Ergebnis der Schulinspektion. Außerdem berücksichtigte der Unterricht in mehr als der Hälfte der Schulen zu wenig die unterschiedliche Leistungsfähigkeit und das unterschiedliche Lerntempo von Schülerinnen und Schülern.

„Aufgabe der Schulinspektion wird künftig sein, stärker Impulse für die Weiterentwicklung einer Schule zu geben“, kommentierte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt die Berichtergebnisse. „Wir möchten ausgehend von diesem Analyse-Instrument den Schulen ein besseres Beratungs- und Unterstützungsangebot machen und die Schulinspektion dazu nutzen, zu einem Dialog auf Augenhöhe mit den Schulen zu kommen. Das Ziel ist es, gemeinsam am Ausbau von Stärken und an der Beseitigung von Schwächen zu arbeiten. Die Niedersächsische Landesschulbehörde wird den Schulen dabei noch stärker als bislang zur Seite stehen.“

Zielsetzung des jetzt vorliegenden Berichtes war es, die Qualitätsentwicklung einer Schule aus der Außenperspektive zu betrachten und die Qualität in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Schülerleistungen standen nicht im Fokus. Um eine Vergleichbarkeit zu erzielen, wurden zwischen 2006 und Ende 2012 alle niedersächsischen Schulen mindestens einmal von den Schulinspektoren des NLQ an mehreren Tagen besucht und anhand von 15 Qualitätskriterien bewertet, die auf dem „Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachsen“ des Niedersächsischen Kultusministeriums basieren. Überprüft wurden unter anderem das Handeln der Lehrkräfte im Unterricht, etwa in Hinblick auf Zielorientierung und Strukturierung, die Unterstützung eines aktiven Lernprozesses, die Führungsverantwortung der Schulleitung sowie Ziele und Strategien der Qualitätssicherung und –entwicklung.

Artikel-Informationen

10.01.2014

Ansprechpartner/in:
Sebastian Schumacher

Nds. Kultusministerium
Pressesprecher
Schiffgraben 12
30159 Hannover
Tel: 05 11/1 20-71 48
Fax: 05 11/1 20-74 51

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