Nds. Kultusministerium klar

Berufs- und Studienorientierung: Musterkonzept mit Handreichungen geht an 1.000 weiterführende Schulen – Heiligenstadt: „Machen Schülerinnen und Schüler fit für die Zeit nach der Schule“


Wie viele Tage sollte ein Schülerbetriebspraktikum umfassen? Welche Beobachtungen sollten Schülerinnen und Schüler bei Betriebserkundungen oder Hochschulinformationstagen machen und wie diese dokumentieren? Was macht ein gutes Bewerbungsschreiben aus und in welchem Schuljahrgang sollte ein Kompetenzfeststellungsverfahren mit Schülerinnen und Schülern durchgeführt werden?

Diese und viele weitere Fragen beantwortet das neue, über 120 Seiten starke Musterkonzept mit Handreichungen rund um das Thema Berufs- und Studienorientierung. Das Musterkonzept soll die Lehrkräfte und Schulleitungen bei der Implementierung eines schuleigenen, fächerübergreifenden Plans zur Berufs- und Studienorientierung unterstützen. Es gibt ferner viele praktische Anregungen für den Unterricht und für außerunterrichtliche Aktivitäten. Fächerspezifische Beispiele, wie die Berufs- und Studienorientierung im jeweiligen Fachunterricht eingebunden werden kann, sind ebenfalls Teil der Handreichung. Nach den Herbstferien erhalten alle rund 1.000 weiterführenden Schulen in Niedersachsen das Musterkonzept. Auch die 50 Standorte der Studienseminare werden mit Exemplaren als Material zur Lehrkräfteausbildung versorgt.

Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt dazu: „Mein herzlicher Dank geht an die Autorinnen und Autoren des Musterkonzeptes und der Handreichungen. Von dieser sehr praxisnahen Ausarbeitung werden die Schulen profitieren. Die Handreichungen sind eine weitere Maßnahme, um die Berufs- und Studienorientierung in Niedersachsen fest in allen unseren weiterführenden Schulen zu verankern. Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler


fit für die Zeit nach der Schule machen und zu guten Entscheidungen über ihren weiteren Lebensweg befähigen. Mit der Bearbeitung dieses Ziels im Bündnis Duale Berufsausbildung und mit einem hohen Maß an Verbindlichkeit für alle Schulformen, sind wir hierbei auf einem guten Weg".

Bei der Berufs- und Studienorientierung geht es darum, dass Schülerinnen und Schüler einen realistischen Eindruck vom späteren Berufsleben und den verschiedenen Wegen dorthin erhalten. Sie sollen Berufsfelder kennenlernen und in der Folge eine klarere Vorstellung davon entwickeln, welchen Weg sie einschlagen möchten. Studienabbrüchen soll ebenso vorgebeugt, wie die Chancen und Möglichkeiten der beruflichen Bildung bzw. der berufsbildenden Schulen aufgezeigt werden.

In der Vergangenheit wurde die Berufsorientierung vor allem an den Haupt-, Real-, und Oberschulen sowie den entsprechenden Schulzweigen der Kooperativen Gesamtschulen praktiziert. Seit diesem Schuljahr rückt nun auch an den Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen selbige stärker in den Fokus und wird um das Element der Studienorientierung erweitert. Gegenwärtig werden Berater für die Berufs- und Studienorientierung gesucht, die geschult werden, um ab dem 1.2.2018 direkt an den Schulen tätig zu sein. Für die neuen „BO-Beauftragten" der einzelnen Schulen und die neuen Beratungsangebote der Landesschulbehörde stehen in diesem Schuljahr insgesamt 1.200 zusätzliche Anrechnungs-stunden zur Verfügung. Ziel dieses neuen Unterstützungssystems der Niedersächsischen Landesschulbehörde ist, den Schulleitungen bei einer nachhaltigen Implementierung der Berufs- und Studienorientierung in die jeweiligen Schulprogramme mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Das Musterkonzept mit Handreichungen zur Berufs- und Studienorientierung können Sie der Anlage entnehmen oder im Internet herunterladen beziehungsweise bestellen.


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Broschüre Berufsorientierung

 Broschüre Berufsorientierung
(PDF, 5,43 MB)

Artikel-Informationen

06.10.2017

Ansprechpartner/in:
Sebastian Schumacher

Nds. Kultusministerium
Pressesprecher
Schiffgraben 12
30159 Hannover
Tel: 05 11/1 20-71 48
Fax: 05 11/1 20-74 51

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