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Die inklusive Schule

In Niedersachsen ist die inklusive Schule verbindlich zum Schuljahresbeginn 2013/14 eingeführt worden. Das hat der Niedersächsische Landtag am 20. März 2012 mit breiter Mehrheit beschlossen. Die inklusive Schule ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang zu den niedersächsischen Schulen.

Eltern von Schülerinnen und Schülern mit festgestelltem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung erhalten ein Wahlrecht, ob ihr Kind die allgemeine Schule oder eine Förderschule besuchen soll. Die Schulen und die Niedersächsische Landesschulbehörde bieten dazu umfassende Beratungsmöglichkeiten an.

Grundschulen nehmen seit dem 1. August 2013 alle Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Lernen im 1. Schuljahrgang auf. Für die Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung, Hören, Sehen sowie Körperliche und Motorische Entwicklung können für einen Übergangszeitraum bis 2024 Schwerpunkt-Grundschulen vorgehalten werden.

Weiterführende Schulen nehmen seit dem 1. August 2013 aufsteigend mit dem 5. Jahrgang Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in allen Förderschwerpunkten im Sekundarbereich I entsprechend der von den Eltern gewählten Schulform auf. Die Einrichtung von Schwerpunktschulen ist für einen Übergangszeitraum bis 2018 möglich, der auf Antrag des Schulträgers bis 2024 verlängert werden kann.

Förderschulen werden weiterhin mit folgenden Schwerpunkten angeboten:

o Emotionale und Soziale Entwicklung

o Geistige Entwicklung

o Körperliche und Motorische Entwicklung

o Hören

o Sehen

o Lernen1)

o Sprache2)

1) Die Förderschule Lernen läuft ab 1. August 2013 aufsteigend aus.

2) Bestehende Förderschulen Sprache haben Bestandsschutz, Neugründungen sind nicht möglich.

Zu den neuen gesetzlichen Regelungen sind folgende Informationsmaterialien abrufbar:

Eine Lesefassung des geänderten Niedersächsischen Schulgesetzes ist online verfügbar.

Detaillierte Informationen für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler können über die Broschürenstelle des Kultusministeriums (E-Mail: bibliothek@mk.niedersachsen.de) bestellt werden.

Für die Beantwortung allgemeiner Fragen zum Thema Inklusion stehen die Inklusionsbeauftragten in den Regionalabteilungen der Niedersächsischen Landesschulbehörde zur Verfügung:


Regionalabteilung Braunschweig

Annegret Heumann

(0531) 484-3842

annegret.heumann@nlschb.niedersachsen.de

Regionalabteilung Hannover

Vera Kirchhoff-Bödecker

(0511) 106-7046

vera.kirchhoff@nlschb.niedersachsen.de

Regionalabteilung Lüneburg

Brigitte Bergmann

(04261) 8406-26

brigitte.bergmann@nlschb.niedersachsen.de

Regionalabteilung Osnabrück

Rita Feldkamp

(0541) 314-384

rita.feldkamp@nlschb.niedersachsen.de


Schulrechtliche sowie schulorganisatorische Fragen von Schulträgern im Zusammenhang mit der Einführung der inklusiven Schule beantworten die Fachbereiche Recht der Dezernate 1 der Niedersächsischen Landesschulbehörde.

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