Es ist Ziel der Landesregierung, die Versorgung mit Lehrkräften landesweit nachhaltig zu sichern und gleichzeitig die Bildungsqualität zu erhöhen. Zur Realisierung dieses Ziels wird eine der vorrangigen Aufgaben in Zukunft darin liegen, die Ausbildungsstandards des Landes, auf die auch Ausbildungsbetriebe, Auszubildende, Eltern und Schülerinnen und Schüler hohen Wert legen, zu gewährleisten und nachhaltig zu steigern.
Der im Schuljahr 2008/2009 erreichte Schülerhöchststand ist infolge der demografischen Entwicklung im Schuljahr 2011/2012 auf 280.678 Schülerinnen und Schüler weiter gesunken. Nur 38,4 % der Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen besuchten vollzeitschulische Bildungsgänge, was dem günstigsten Stand seit dem Schuljahr 2002/2003 entspricht. Zwar ist die Gesamtzahl der hauptamtlichen / hauptberuflichen Lehrkräfte im berufsbildenden Schulbereich vom Schuljahr 2010/2011 zum Schuljahr 2011/2012 um rund 150 Lehrkräfte gesunken, seit dem 01.01.2011 sind die berufsbildenden Schulen (Regionale Kompetenzzentren) vollbudgetiert und führen eigenverantwortlich ihre Stellenpläne. Damit entscheiden die berufsbildenden Schulen eigenverantwortlich über die zur Deckung des fachrichtungs- und fächerspezifischen Bedarfs notwendigen Stellenausschreibungen, um für die Qualitätsentwicklung an der Schule Sorge zu tragen. Das niedersächsische Kultusministerium hat die Gesamtzahl der Stellen an berufsbildenden Schulen zum Schuljahr 2011/2012 um 180 Stellen erhöht. Dies zeigt, dass die Schulleitungen von dem flexiblen Umgang mit Ihrem Budget Gebrauch machen und ein Potential von rund 330 Stellen zur weiteren Verbesserung der Unterrichtsversorgung besteht.
Mit der Neuauflage der Broschüre „Die niedersächsischen berufsbildenden Schulen in Zahlen" werden die Zahlen und Vergleichswerte auf den Stand des Schuljahres 2011/2012 fortgeschrieben.
Die zum Stichtag 15.11.2011 ermittelten Daten wurden vom Niedersächsischen Kultusministerium an allen öffentlichen Berufsbildenden Schulen und den Schulen in freier Trägerschaft in Niedersachsen erhoben. Im Vergleich mit den Daten vorangegangener Jahre und prognostischer Erwartungen für die Zukunft ergeben sich wichtige Erkenntnisse für die Schwerpunkte zukünftiger niedersächsischer Berufsbildungspolitik.
Die landesweite durchschnittliche Unterrichtsversorgung liegt im Schuljahr 2011/2012 bei 93,0 % (im Vorjahr 93,8 %).
Im Kalenderjahr 2011 sind an den berufsbildenden Schulen insgesamt 174 Theorie- und Fachpraxislehrkräfte in den Schuldienst eingestellt worden. Um Engpässe in einigen Fachrichtungen auffangen zu können, wurden darauf auch so genannte "Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger" eingestellt und berufsbegleitend qualifiziert. Hierbei handelt es sich um Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit Berufserfahrung oder mit einschlägigen Kenntnissen und Fertigkeiten in Fachrichtungen mit besonderem Fachkräftemangel.
Beim beruflichen Gymnasium ist ein leichter Anstieg bei der Zahl der Schülerinnen und Schüler von 23.725 auf 24.003 (+ 1,7 %) zu verzeichnen. Es etabliert sich damit weiter als alternativer Weg zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur).
Weiter entspannt stellt sich die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt dar. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Insgesamt ist ein Anstieg bei den Ausbildungsverträgen der beiden großen Kammerbereiche (Handwerk / Industrie und Handel) von 2.557 zu verzeichnen.
Aus der Jahresstatistik für die öffentlichen berufsbildenden Schulen ergeben sich folgende Eckdaten (Daten siehe Seite 6 Tabelle 2.1):
Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler ist gegenüber dem Vorjahr um 2.382 auf nunmehr 261.318 (- 0,9 %) zurück gegangen.
Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Berufsschule ist von 160.212 auf 161.063 leicht angestiegen. Die demografische Entwicklung führte dazu, dass sich der Anteil dieser Schülerinnen und Schüler gegenüber den vollzeitschulischen Bildungsgängen sogar von 60,8 % im Vorjahr auf nunmehr 61,6 % erhöht hat.
38,4 % der Schülerinnen und Schüler befinden sich in Vollzeitbildungsgängen; das sind mehr als 3.200 Schülerinnen und Schüler weniger als im Vorjahr.
Im Folgenden finden sich die Zahlen und Statistiken zu den Bereichen, die häufig im Zusammenhang mit den berufsbildenden Schulen angefordert werden.
Bei der Bewertung der Statistiken ist es wichtig, die Fußnoten in den einzelnen Tabellen zu beachten. Diese liefern Hinweise über das Zustandekommen und die Bedeutung der einzelnen Zahlenwerte. Sollten sich weitere Fragen zum Hintergrund der Statistiken ergeben, wenden Sie sich bitte an das Niedersächsische Kultusministerium, das gern Auskunft gibt.
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