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Die niedersächsischen berufsbildenden Schulen in Zahlen

Es ist das Ziel der Landesregierung, die Versorgung mit Lehrkräften landesweit nachhaltig zu sichern und gleichzeitig die Bildungsqualität zu erhöhen. Zur Realisierung dieses Ziels wird eine der vorrangigen Aufgaben in Zukunft auch darin liegen, die Ausbildungsstandards des Landes, auf die auch Ausbildungsbetriebe, Auszubildende, Eltern und Schülerinnen und Schüler hohen Wert legen, zu gewährleisten und nachhaltig zu steigern.

Der im Schuljahr 2008/2009 erreichte Schülerhöchststand ist infolge der demografischen Entwicklung auch im Schuljahr 2010/2011 weiter gesunken. Nur 39,2 % der Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen besuchten vollzeitschulische Bildungsgänge, was dem günstigsten Stand seit dem Schuljahr 2003/2004 entspricht. Zusätzlich ist die Gesamtzahl der hauptamtlichen / hauptberuflichen Lehrkräfte und die der Teilzeitlehrkräfte, die mit weniger als der Hälfte der Regelstundenzahl beschäftigt sind, im berufsbildenden Schulbereich vom Schuljahr 2003/2004 zum Schuljahr 2010/2011 um rund 500 Lehrkräfte erhöht worden, so dass die Unterrichtsversorgung und die Bildungsqualität bei sinkenden Schülerzahlen und guter Ausbildungsplatzsituation verbessert werden konnte.

Mit der Neuauflage der Broschüre „Die niedersächsischen berufsbildenden Schulen in Zahlen" werden die Zahlen und Vergleichswerte auf den Stand des Schuljahres 2010/2011 fortgeschrieben.

Die zum Stichtag 15.11.2010 ermittelten Daten wurden vom Niedersächsischen Kultusministerium an allen öffentlichen Berufsbildenden Schulen und den Schulen in freier Trägerschaft in Niedersachsen erhoben. Im Vergleich mit den Daten vorangegangener Jahre und prognostischer Erwartungen für die Zukunft ergeben sich wichtige Erkenntnisse für die Schwerpunkte zukünftiger niedersächsischer Berufsbildungspolitik.

Die landesweite durchschnittliche Unterrichtsversorgung liegt im Schuljahr 2010/2011 bei 93,8 % (im Vorjahr 93,3 %).

Im Schuljahr 2010/2011 sind an den berufsbildenden Schulen insgesamt 396 Theorie- und Fachpraxislehrkräfte in den Schuldienst eingestellt worden. Um Engpässe in einigen Fachrichtungen auffangen zu können, wurden darauf auch so genannte "Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger" eingestellt und berufsbegleitend qualifiziert. Hierbei handelt es sich um Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit Berufserfahrung oder mit einschlägigen Kenntnissen und Fertigkeiten in Fachrichtungen mit besonderem Fachkräftemangel.

Das Berufliche Gymnasium (bis zum 31.12.2010 Fachgymnasium) verzeichnet einen leichten Anstieg der Zahl der Schülerinnen und Schüler von 23.464 auf 23.725. Es etabliert sich damit weiter als alternativer Weg zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur).

Leicht entspannt stellt sich die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt dar. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Insgesamt ist ein Anstieg bei den Ausbildungsverträgen der beiden großen Kammerbereiche (Handwerk / Industrie und Handel) von 6.880 zu verzeichnen.

Aus der Jahresstatistik für die öffentlichen berufsbildenden Schulen ergeben sich folgende Eckdaten (Daten siehe Seite 6 Tabelle 2.1):

  • Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler in den berufsbildenden Schulen ist gegenüber dem Vorjahr um 3.179 auf nunmehr 263.700 (- 1,2 %) zurück gegangen.
  • Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Berufsschule ist von 161.451 auf 160.212 leicht gesunken. Die demografische Entwicklung führte dazu, dass sich der Anteil dieser Schülerinnen und Schüler gegenüber den vollzeitschulischen Bildungsgängen jedoch von 60,5 % im Vorjahr auf nunmehr 60,8 % erhöht hat.
  • 39,2 % der Schülerinnen und Schüler befinden sich in Vollzeitbildungsgängen der berufsbildenden Schulen; das sind mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler weniger als im Vorjahr. Der Rückgang in den Vollzeitbildungsgängen der berufsbildenden Schulen führt zu entsprechender Verbesserung der Unterrichtsversorgung.

Im Folgendenfinden sich die Zahlen und Statistiken zu den Bereichen, die häufig im Zusammenhang mit den berufsbildenden Schulen angefordert werden.

Bei der Bewertung der Statistiken ist es wichtig, die Fußnoten in den einzelnen Tabellen zu beachten. Diese liefern Hinweise über das Zustandekommen und die Bedeutung der einzelnen Zahlenwerte. Sollten sich weitere Fragen zum Hintergrund der Statistiken ergeben, wenden Sie sich bitte an das Niedersächsische Kultusministerium, das gern Auskunft gibt.

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