Die Berufsausbildung in Deutschland erfolgt überwiegend im Dualen System. Dieser Begriff bedeutet Ausbildung in einem Betrieb, in der Verwaltung oder in Praxen eines freien Berufs einerseits und in der Berufsschule andererseits, also an zwei Lernorten: im Betrieb und in der Berufsschule.
In der Berufsschule werden die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Ausbildungsberufe in der Regel in eigenen Fachklassen unterrichtet.
Diese neue Schulform umfasst das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) und die Berufseinstiegsklasse (BEK). Im BVJ steht die individuelle Förderung mit einzelfallbezogener Zielsetzung im Vordergrund, in der BEK ist das gemeinsame Ziel der Hauptschulabschluss bzw. die Verbesserung der Ausbildungsreife.
Neben der Ausbildung im dualen System kann ein Beruf teilweise oder auch vollständig in einer beruflichen Vollzeitschule, der Berufsfachschule, erlernt werden.
Die Fachoberschule vermittelt den Schülerinnen und Schülern eine erweiterte und vertiefte fachpraktische und fachtheoretische Bildung. Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung wird die Fachhochschulreife und die Berechtigung zum Besuch der Fachhochschule erworben.
Berufsoberschulen sind zweijährige vollzeitschulische Bildungsgänge (Klasse 12 und Klasse 13), in denen die fachgebundene Hochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife erworben werden kann.
Berufliche Gymnasien sind dreijährige vollzeitschulische Bildungsgänge, die zum Abitur führen und die Allgemeine Hochschulreife vermitteln.
Die Fachschule ist eine wesentliche Säule der beruflichen Weiterbildung. Die Ausbildungsgänge und Abschlüsse sind auf den beruflichen Aufstieg ausgerichtet.
Die BbS-VO und die EB-BbS treffen die wesentlichen Regelungen für die Aufnahme, Versetzung, Abschlüsse und Zeugnisse sowie den Inhalt und Umfang des Unterrichts an berufsbildenden Schulen.
Die in Niedersachsen geltenden Lehrpläne für die einzelnen Schulformen und Unterrichtsfächer der berufsbildenden Schulen sind über die Datenbank des Niedersächsischen Bildungsservers abrufbar (siehe nebenstehenden Link).
Die berufsbildenden Schulen ermöglichen auch den Erwerb schulischer Abschlüsse und befähigen, den Bildungsweg im Sekundarbereich II, bzw. an einer Fachhochschule oder Universität fortzusetzen.
Die heutigen Aufgaben einer Erzieherin/eines Erziehers umfassen die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen.
Die Ausbildung in den Gesundheitsberufen (andere als ärztliche Heilberufe) findet in der Regel an Schulen statt, die notwendigerweise mit Krankenhäusern verbunden sind.
Schul- und Modellversuche im berufsbildenden Bereich