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Busemann: "Berufsorientierung gemeinsame Aufgabe von Schule und Wirtschaft"

Kultusminister legt Materialien zu Betriebs- oder Praxistagen in der Hauptschule vor

"Jugendliche müssen und sollen in Niedersachsen eine realistische Berufschance haben. Darin sehen Politik und Wirtschaft eine gemeinsame Aufgabe", hob der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (08.07.2005) in Hannover bei der Vorstellung der Konzeption zu Betriebs- oder Praxistagen in den Hauptschulen des Landes hervor. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages, Dr. Hans Peter Kolzen, mit Thomas Koch aus der Hauptgeschäftsführung der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. als Vertretern der ausbildenden Wirtschaft und Dr. Wolfgang Schrödter, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages für die kommunalen Spitzenverbände, präsentierte er Handreichungen und Materialien, die den Schulen bei der Umsetzung helfen sollen.

"Wir haben die Hauptschule umgestaltet zu einer Schulform, die ihre Schülerinnen und Schüler mit solidem und anschlussfähigem Grundwissen ausstattet und sie frühzeitig auf berufliches Handeln vorbereitet. Eine ganz entscheidende Richtungsänderung haben wir mit der Einführung der Betriebs- oder Praxistage vorgenommen", machte Busemann deutlich.

Hauptschulen führen ab dem neuen Schuljahr in den Schuljahrgän-gen 8 und 9 an mindestens 60 und höchstens 80 Tagen berufsorientierende Maßnahmen durch und stärken damit den Berufsbezug der Hauptschule. Diese Profilbildung der Hauptschule werde von einem Arbeitskreis unterstützt, der zusammen mit der ausbildenden Wirt-schaft und den kommunalen Spitzenverbänden eingerichtet wurde. "Die im Arbeitskreis vertretenen Kammern und Verbände begleiten die Betriebs- oder Praxistage insbesondere im ersten Jahr der Einführung und unterstützen die erfolgreiche Umsetzung. Gemeinsam können wir dafür sorgen, der Hauptschule wieder mehr Gewicht im Bildungssystem zu verleihen und ihren Schülerinnen und Schülern vor allem den Weg in eine qualifizierte Berufsausbildung zu ebnen", sagte Busemann. Die Schülerinnen und Schüler würden auch in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt. Dazu gehöre die Entwicklung ihrer Selbstständigkeit, die sie in allen späteren Lebens- und Lernzusammenhängen benötigten.

"Bereits im Mai haben wir mit einer intensiven Fortbildung der Fachberatung für die Berufsorientierung begonnen. Wir werden schon im ersten Halbjahr des kommenden Schuljahres den Hauptschulen Beratung und Unterstützung bei der ganz praktischen Umsetzung der Betriebs- oder Praxistage durch Fachleute anbieten können", so Busemann abschließend.

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