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Kultusminister lehnt Beteiligung an PISA für Erwachsene ab

Busemann: Geld- und Zeitverschwendung ohne praktischen Nutzeffekt

Als "Geld- und Zeitverschwendung ohne praktischen Nutzeffekt" hat der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann den Vorstoß der Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn bezeichnet, eine deutsche Beteiligung am PISA-Test für Erwachsene auch ohne die Zustimmung der Länder durchzusetzen.

"Aufwändige und teure Studien dieser Art erstellt man nicht für die Fernsehunterhaltung. Sie sollen den politischen Handlungsbedarf ermitteln", betonte Busemann. Es mache jedoch nur wenig Sinn, ein wie auch immer geartetes, vermeintliches Defizit zu ermitteln, das im Nachhinein doch nur bedingt behoben werden könne. Die von PISA-Koordinator Andreas Schleicher in diesem Zusammenhang angesprochene "Ermittlung von Kompetenzen für den persönlichen Erfolg weit über die kognitiven Fähigkeiten hinaus" greife stärker auf die Persönlichkeit einzelner Menschen zu, "als wir ", so Busemann, "dem Staat erlauben sollten."

"Ich weiß mich mit anderen Kultusministern darin einig, dass wir es ablehnen, an einer derartigen Etikettierung einzelner Personen und ganzer Berufsgruppen mitzuwirken, nur damit sich die Bundesbildungsministerin als Oberlehrerin der ganzen Nation fühlen kann", bekräftigte Busemann.

Presseinformationen

Artikel-Informationen

03.11.2003

Ansprechpartner:
Stefan Muhle

Nds. Kultusministerium
Pressesprecher
Schiffgraben 12
30159 Hannover
Tel: 0511 / 120 7145
Fax: 0511 / 120 7451

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