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Sprachbildung und -förderung von der Krippe bis zur Erwachsenenbildung - Stadt und Land unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Gemeinsame Presseerklärung des Landes Niedersachsen und der Stadt Wolfsburg


Die Stadt Wolfsburg und das Land Niedersachsen gehen gemeinsam neue Wege bei der Sprachbildung und Sprachförderung. Beide Seiten haben dazu heute eine Kooperationsvereinbarung über ein Gesamtrahmenkonzept für „Sprachbildung und -förderung entlang der Bildungsbiografie" unterzeichnet. Dieses wird in staatlich-kommunaler Verantwortungsgemeinschaft aktuell in Wolfsburg gemeinsam von Land und Kommune entwickelt und in Teilen bereits erfolgreich umgesetzt.

Die Vereinbarung beschreibt, wie Stadt und Land hierzu auf Planungs- und Umsetzungsebene strategisch und operativ zusammenarbeiten. Zum Zweck des kontinuierlichen Austauschs und der Abstimmung auf Planungsebene gibt es eine Steuergruppe aus Mitgliedern des Kultusministeriums, der Kommune und der Landesschulbehörde. Aber auch im „Fachteam Sprachbildung" sind Stadt und Land repräsentiert. In dieses Fachteam bringen für das Land Niedersachsen die Mitarbeiterinnen des DaZNet-Zentrums Wolfsburg sowohl ihre Fachkompetenz, als auch die nötige Praxiserfahrung aus der engen Begleitung der Schulen vor Ort ein. Die Kooperationsvereinbarung fügt sich ein in das Strategische Bildungsmanagement der Stadt Wolfsburg unter Federführung des Bildungsbüros. Das Bildungsbüro treibt die Entwicklung der Kooperation von Stadt und Land auf mehreren Feldern intensiv voran.

„Ziel ist es, dass die Wolfsburger Bildungsinstitutionen von der Krippe bis in die Erwachsenenbildung aufeinander abgestimmt sind und durchgängig bildungssprachliches Deutsch vermitteln. Gute Kenntnisse der deutschen Sprache sind eine wichtige Voraussetzung für Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe - nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Herausforderungen durch die Integration von Flüchtlingen und den steigenden Fachkräftebedarf", erklärt Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration. Guido Stolle, Leiter des Bildungsbüros, ergänzt: „Um optimale Lernbedingungen für unsere Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, ist eine enge Zusammenarbeit von Land und Kommune nötig, die auf einem gemeinsamen Konzept beruht."

Das Land Niedersachen möchte diese Zusammenarbeit ab Sommer noch intensivieren, erklärt Birgit Wenzel, stellvertretende Leiterin der zuständigen Abteilung im Niedersächsischen Kultusministerium: „Vor allem vor dem aktuellen Hintergrund, Flüchtlingskindern in Niedersachsen einen guten Start zu ermöglichen, ist es wichtig, dass alle Beteiligten bei der Sprachbildung und Sprachförderung gemeinsam an einem Strang ziehen. Daher freuen wir uns über die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfsburg. Um Kitas und Schulen künftig noch besser beraten zu können, braucht es starke Netzwerke. Ein Baustein dabei wird die weitere Verstetigung unserer DaZNet-Zentren sein."

Bereits jetzt ist die Kooperation zwischen Stadt und Land im Bereich der schulischen Sprachbildung eng: Momentan werden Lehrkräfte von zehn Wolfsburger Grund- und weiterführenden Schulen im Landesprogramm DaZNet für ihre Aufgabe als schulische Sprachbildungskoordinatoren und -innen geschult. Begleitet und unterstützt wird dies durch ein kommunales Fortbildungsangebot für Lehrkräfte zum Thema Sprachbildung und -förderung. Außerdem geht gerade ein kommunales Förderkonzept in die Umsetzung, das es in den nächsten Jahren fast der Hälfte aller Wolfsburger Kitas ermöglichen wird, insbesondere sprachschwache Kinder von Anfang an intensiv beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen.

Angesiedelt ist die Entwicklung des Gesamtkonzepts im Rahmen des kommunalen Bildungsmanagements an der Wolfsburger Volkshochschule, erläutert die Leiterin Dr. Birgit Rabofski: „Die Volkshochschule hat lebensbegleitendes Lernen als Auftrag. Dadurch ist Sprachbildung und -förderung an der Volkshochschule mit weiterer Expertise wie Deutsch als Fremd-/ Zweitsprache, dem zweiten Bildungsweg, aber auch schulischer Lernförderung und perspektivisch der Offenen Hochschule vernetzt."

Die Kooperationsvereinbarung gilt zunächst bis Ende Juli 2016, angestrebt ist allerdings eine Zusammenarbeit ohne zeitliche Begrenzung.

Pressekontakt: Stadt Wolfsburg, Kommunikation, Andreas Carl, Telefon (05361) 28-2301

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