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„Mehr Ressourcen, mehr Sicherheit, mehr Entlastung“ – Kultusministerin Heiligenstadt erweitert Pläne zum Ganztagsausbau

Niedersachsens Ganztagsschulen können bereits zum kommenden Schuljahr 2014/2015 mit einer deutlich besseren Ausstattung an Lehrerstunden planen. Wie Kultusministerin Frauke Heiligenstadt am (heutigen) Mittwoch mitteilte, wird der Zuschlag für die bisher nicht voll ausgestatteten Ganztagsschulen auf mindestens 75 Prozent steigen. Bislang war vorgesehen, ihn zunächst auf 60 Prozent anzuheben und stufenweise bis Ende 2017 zu erhöhen. „Wir kommen unserem Ziel, flächendeckend gute Ganztagsschulen in Niedersachsen anzubieten, noch schneller entgegen als wir gehofft hatten", so die Ministerin. Unter der Vorgängerregierung waren etwa 1.200 der rund 1.600 Ganztagsschulen in Niedersachsen umgerechnet mit nur durchschnittlich 25 Prozent ausgestattet worden. „Wir haben solide geplant und gerechnet: Nachdem uns die Schulen ihre voraussichtlich am Ganztagsbetrieb teilnehmenden Schülerinnen und Schüler mitgeteilt haben, können wir den Ganztagsschulen jetzt noch deutlich mehr Lehrerstunden als im Schuljahr 2013/2014 zur Verfügung stellen. Damit geben wir ihnen noch mehr Gestaltungsspielraum", sagte die Ministerin.

Künftig wird der Ganztagszusatzbedarf nicht mehr klassen-, sondern teilnehmerbezogen berechnet. Damit auch kleine Schulstandorte mit wenigen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern weiterhin ein gutes Ganztagsangebot vorhalten können, behalten sie langfristig ihren Status Quo. Um kleine Ganztagsschulen abzusichern, kann ihnen - je nach individueller Situation - ein weiterer Zusatzbedarf von bis zu 20 Prozent gewährt werden. „Außerdem habe ich entschieden, dass der Status Quo so lange gilt, bis alle Schulen in Niedersachsen nach dem Klassenbildungserlass mit dem Faktor 100 % ausgestattet werden. Das heißt: Ein Übergangsjahr, wie wir es zunächst vorgesehen hatten, ist nicht notwendig. Damit sorgen wir für mehr Planungssicherheit an Ganztagsschulen", so Heiligenstadt.

Mit dem neuen Ganztagsschulerlass, dessen Entwurf sich gerade in der Anhörung befindet und der am 1.8.2014 in Kraft treten soll, bieten sich den Schulen große Chancen: Sie können größere pädagogische Gestaltungsspielräume nutzen, mehr Lehrkräfte auch im Ganztagsangebot einsetzen und Schülerinnen und Schüler stärker fördern. „Ich weiß auch, dass Schulleitungen in die Organisation des Ganztagsbetriebes sehr viel Zeit und Kraft investieren. Gerade für kleine Schulen und ihre Schulleitungen bedeutet Ganztag oft auch einen Kraftakt. Ich möchte sie daher gezielt entlasten", kündigte Ministerin Heiligenstadt an. Ab dem kommenden Schuljahr wird die Unterrichtsverpflichtung von Schulleiterinnen und Schulleitern an sehr kleinen Ganztagsschulen daher um bis zu eine Stunde reduziert.

Kultusministerin Heiligenstadt: „Wir geben den Ganztagsschulen in Niedersachsen mehr Ressourcen, mehr Sicherheit und mehr Entlastung. Mit den beschlossenen Maßnahmen sorgen wir dafür, dass das Herzstück der Zukunftsoffensive Bildung, der Ganztagsausbau, schnell und spürbar bei den Schulen ankommt."

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