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Ob im Schulleben, in der Klassengemeinschaft oder im Unterricht: Soziale Kompetenzen verbessern die Lernkultur einer Schule und werden damit neben dem Fachwissen zunehmend zum Indikator von Schulentwicklung. Das Buddy-Programm ist ein Programm zur Förderung sozialer Handlungskompetenz, das sich von vielen herkömmlichen Projekten in zweierlei Hinsicht unterscheidet:
Es setzt am Profil, an den Ressourcen und am akuten Bedarf einer jeden Schule an und bietet von Unterrichtsmethoden bis zu schulübergreifenden Buddy-Gruppen maßgeschneiderte Lösungen, die vorhandene Ansätze integrieren und vom jeweiligen Kollegium selbst bestimmt werden.
Es aktiviert die Selbstlernkompetenz und die Verantwortlichkeit von Jugendlichen durch die Methode der "Peergroup-Education": Lehrkräfte und Schulsozialpädagoginnen und -pädagogen erhalten Trainings, um Schüler bei der Übernahme von Verantwortung auf allen schulischen Ebenen zu begleiten.
In Niedersachsen bietet das Buddy-Projekt einen Ansatz auf verschiedenen Ebenen in den Feldern Intervention, Prävention, Integration und Partizipation. Schulen, die noch kein umfassendes Programm zum sozialen Lernen durchführen, erhalten ein Modell für den Einstieg in die Umsetzung des Erlasses Sicherheits- und Gewaltpräventionsmaßnahmen in Schulen. Schulen, die in der Vergangenheit mit der Umsetzung ihrer sozialen Projekte nicht ganz zufrieden waren, erhalten ein Modell, das die vorhandenen Ansätze stützt und nachhaltig verankert. Schulen, die bereits über ein funktionierendes Programm zum sozialen Lernen verfügen, gewinnen über die Peergroup-Education Hilfen für eine zusätzliche Aktivierung und Beteiligung der Schüler.
Schulen, die in das Programm übernommen werden, benennen zwei Verantwortliche, die ein mehrtägiges Basis-Training erhalten, in welchem sie unter der Leitung zertifizierter Buddy-Trainer ein Modell zur Umsetzung entwickeln, das auf ihren Bedarf abgestimmt ist. In regelmäßig stattfindenden Vertiefungs- und Praxistagen werden die ersten Schritte entwickelt. Eine nachhaltige Betreuung erfolgt über ausgebildete Schulpsychologen und Gewaltpräventionsbeauftragte des Landes, die den einzelnen Schulen zur Beratung und als Coaches zur Verfügung stehen.
Weitere Informationen sind zu erhalten beim Niedersächsischen Kultusministerium, Referat 34.3, Postfach 161, 30001 Hannover.
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