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„Bildung in Deutschland 2008“
Elisabeth Heister-Neumann: Bildungsbericht zeigt viele positive Entwicklungen auf

Hannover. Anlässlich der Vorstellung des Berichts "Bildung in Deutschland 2008" am heutigen Nachmittag in Berlin erklärte Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann:

"Der heute vorgestellte Bildungsbericht zeigt viele positive Entwicklungen auf. Dazu zählt unter anderem eine wachsende Flexibilisierung der Schuleingangsphase in Deutschland, ein Anstieg des durchschnittlichen Kompetenzniveaus im Schulalter, die Qualität des beruflichen Bildungssystems in Deutschland oder die Steigerung des Anteils der Studienberechtigten. Der Bericht legt auch sehr differenziert dar, wo im Bildungsbereich deutschlandweit noch Herausforderungen bestehen. Ebenso wie alle anderen Bundesländer werden wir in Niedersachsen den 355-seitigen Bericht sorgfältig auswerten. Wir können aber schon heute feststellen, dass die niedersächsische Landesregierung in den vergangenen Jahren viele richtungsweisende Maßnahmen ergriffen hat. Dazu zählen

  • Verbesserung der Schuleingangsvoraussetzungen durch verstärkte frühkindliche Bildung und durch Sprachförderung vor der Einschulung im Kindergarten und durch Grundschullehrkräfte
  • Verbesserung der individuellen Förderung jedes einzelnen Schülers
  • Verbesserung der Sprachkompetenz besonders von Kindern mit Migrationshintergrund durch Sprachschulung schon vor der Grundschule
  • Stärkung der Hauptschulen mit dem Ziel, die Qualität der Hauptschulabschlüsse zu erhöhen und die Ausbildungsfähigkeit nachhaltig zu steigern
  • Angebote zum nachträglichen Erwerb bzw. zur Verbesserung eines Hauptschulabschlusses

Der Bildungsbericht hat deutlich gemacht, dass es letztlich nicht um die Schulform Hauptschule geht, sondern um einen qualifizierenden Abschluss. Hier setzen wir auch in Niedersachsen an und sorgen seit 2003 für eine qualitative Verbesserung durch das Hauptschulprofilierungsprogramm. Und wir verringern stetig die Abbrecherquote. Denn wir wollen, dass möglichst viele Jugendliche einen Schulabschluss erreichen, der ihnen einen guten Start in die berufliche Ausbildung ermöglicht. Hier sind wir auf einem sehr guten Weg. Lag die Quote der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss oder weniger am Ende des Schuljahres 2002/2003, also am Ende der Regierungszeit der SPD in Niedersachsen, noch bei 10,5 %, so hat sich diese Quote bereits innerhalb von vier Jahren um rund 28 % auf 7,5 % verringert. Unsere Bildungsmaßnahmen sind eine Investition in die Zukunft. Die erfolgreiche Arbeit der Hauptschulen ist anderweitig nicht zu ersetzen."

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