Nds. Kultusministerium klar

21 Schulen aus Niedersachsen gründen „Schulnetzwerk Berufs- und Studienorientierung“

Wie kann Jugendlichen die ganze Breite der Berufswahlmöglichkeiten vor Augen geführt werden? Wie können Schulen die Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft für Praktika und Ausbildungsplätze organisieren? Ist eine Stärken-Schwächen-Analyse für Schülerinnen und Schüler eine gute Hilfestellung bei der Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium? Welche Ansprechpartner für Schulen gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit? Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich am (heutigen) Freitag 21 Gymnasien und Gesamtschulen aus ganz Niedersachsen im Kultusministerium bei einem Gründungstreffen für das „Schulnetzwerk Berufs- und Studienorientierung" beschäftigt.

Die von Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt eingeladenen „Leuchtturmschulen" mit beispielgebenden schuleigenen Konzepten in der Berufs- und Studienorientierung sollen ihre Erfahrungen bei der Entwicklung eines „Musterkonzepts Berufsorientierung" durch das Kultusministerium einbringen. „Aus diesem Leitfaden können zukünftig auch andere Schulen schöpfen und sich Anregungen für ihre Berufs- und Studienorientierung holen. Es geht um gute Beispiele aus der schulischen Praxis", erläutert Heiligenstadt. „Mir ist wichtig, dass wir die vorhandenen und an den Schulen mit viel Herzblut entwickelten Konzepte und Projekte nutzen und dass die anderen Schulen davon profitieren können. Die positiven Erfahrungen von Schulen in der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und Betrieben ist eine wichtige Basis für die Weiterentwicklung der Berufs- und Studienorientierung in Niedersachsen", so die Kultusministerin weiter. Mit dem heutigen Vernetzungstreffen zwischen den Schulen - aber auch zwischen Schulen und dem Kultusministerium - würde die Berufsorientierung an den niedersächsischen Schulen ein gutes Stück nach vorne gebracht.

Die Stärkung der Berufs- und Studienorientierung insbesondere an Gymnasien und Gesamtschulen ist Teil des „Bündnis Duale Berufsausbildung" der Niedersächsischen Landesregierung. Im Niedersächsischen Kultusministerium werden derzeit die untergesetzlichen Regelungen erarbeitet, um auch an Gymnasien und den Gesamtschulen den erforderlichen schulischen Freiraum für die Berufs- und Studienorientierung zu schaffen und zum festen Teil des Schullebens zu machen. Auch den betreffenden Erlass zur Berufs- und Studienorientierung überarbeitet das Kultusministerium im kommenden Jahr.

Bei der Berufsorientierung geht es darum, dass Schülerinnen und Schüler einen realistischen Eindruck vom Berufsleben erhalten. Sie sollen Berufsfelder kennenlernen und in der Folge eine klarere Vorstellung davon haben, welche Tätigkeit sie sich nach der Schule möglicherweise vorstellen könnten. „Hier sehe ich auch große Chancen, die hohe Attraktivität der dualen Berufsausbildung zu unterstreichen", sagt Heiligenstadt.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden den Leuchtturmschulen auch die neuen Angebote der Koordinierungsstelle Berufsorientierung (KOBO) für den Sekundarbereich II vorgestellt. Mit den Modulen „Studienorientierung" und „Studienerkundung" erweitert die gemeinsame Servicestelle des Landes Niedersachsen und der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit ihr Angebot erstmals auf die Fragestellungen, welches Studium für Schülerinnen und Schüler das richtige sein könnte sowie um einen möglichen „Uni-Schnuppertag."

Das „Schulnetzwerk Berufs- und Studienorientierung" verabredete, sich zeitnah zu einer weiteren Sitzung zusammenzufinden und den gedeihlichen Austausch fortzusetzen. Folgende „Leuchtturmschulen" haben an dem Gründungstreffen für das „Schulnetzwerk Berufs- und Studienorientierung" teilgenommen:

• Windthorst Gymnasium Meppen
• Gymnasium Bad Iburg
• Kooperative Gesamtschule Neustadt am Rübenberge
• Hannah-Arendt-Gymnasium Barsinghausen
• Oberschule Osternburg Oldenburg
• Gymnasium "In der Wüste" Osnabrück
• Hermann-Billung-Gymnasium Celle
• Integrierte Gesamtschule Hannover-Linden
• Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium Celle
• Kurt-Schwitters-Gymnasium Misburg
• Gymnasium Loxstedt
• Gymnasium Munster
• Gymnasium Herderschule Lüneburg
• Eichenschule Scheeßel
• Ratsgymnasium Rotenburg (Wümme)
• Kranich-Gymnasium Salzgitter
• Gymnasium Salzgitter-Bad
• Martino-Katharineum Gymnasium Braunschweig
• Wilhelm-Bracke-Gesamtschule Braunschweig
• IGS Volkmarode
• Integrierte Gesamtschule Franzsches Feld Braunschweig

Artikel-Informationen

11.09.2015

Ansprechpartner/in:
Sebastian Schumacher

Nds. Kultusministerium
Pressesprecher
Schiffgraben 12
30159 Hannover
Tel: 05 11/1 20-71 48

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